Ideale Fahreigenschaften

Gibt es eine ideale Form für optimale Fahreigenschaften? Kurz gefasst lautet die Antwort auf diese Frage: eigentlich nicht. Je nach Verwendungszweck des Boots kann man jedoch eine möglichst ideale Rumpfform anstreben. Bei den Modellen von Pedro-Boat waren diese Bestrebungen ganz offensichtlich erfolgreich. 

Die Form des Rumpfes beruht nicht nur auf seiner Funktion, sondern auch auf hydrodynamischen Aspekten. Damit wird versucht, den Widerstand nicht nur im Flachwasser, sondern auch bei Seegang auf ein Mindestmaß zu beschränken. Bei niedriger Geschwindigkeit wird dieser Widerstand hauptsächlich durch den Reibungswiderstand verursacht, bei höheren Geschwindigkeiten wird der Wellenwiderstand größer. Die Schiffsform beeinflusst außerdem auch das Seegangsverhalten und die Manövrierfähigkeit.

Die optimale Rumpfform einer Segelyacht sieht anders aus als die eines Rennboots. Und die Form eines Containerschiffs ist wiederum anders als die eines Öltankers. Da wir davon ausgehen, dass Sie sich für die Rumpfform einer Motoryacht aus Stahl interessieren, beschränken wir uns auf eine Erläuterung zu diesem Schiffstyp.

Um die Gewissheit zu erlangen, dass die Fahreigenschaften einer Motoryacht aus Stahl gut sind, sollten Sie auf jeden Fall auf eine Reihe von Merkmalen achten.

Die Rumpfform
Die gängigsten Rumpfformen von wasserverdrängenden Motoryachten aus Stahl sind die
(Multi-)Knickspant- und die Rundspantform.

Bei einem Rundspant verläuft die Kimm rund, wodurch das Schiff sehr natürlich im Wasser liegt. Das Schiff krängt etwas schneller als bei einem Knickspant, jedoch ist die Krängung sehr vorhersehbar und die Endstabilität (die maximale Neigung eines Schiffes, ohne dass es kentert) ist hoch. Der Bau eines Rundspants ist jedoch sehr arbeitsintensiv und das führt zu äußerst hohen Anschaffungskosten. Vor allem Schiffer, die häufig widrigen Umständen auf hoher See ausgesetzt sind, wählen einen Rundspant.

Viele Yachtwerften, wie u. a. Pedro-Boat, entscheiden sich für einen Knickspant. Diese Rumpfform verfügt über eine große Anfangsstabilität und mehr Komfort. Ein zusätzlicher Vorteil besteht aus dem geringen Tiefgang des Boots.

    
          Rundspant         Mulitknickspant  


Der Kiel

Ein guter Kiel ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Kursstabilität. Ein langgezogener Kiel gewährleistet eine bessere Kursstabilität als ein kurzer Kiel. Das sorgt dafür, dass ein Boot so wenig wie möglich leegierig wird (vom Wind abtreibt) und beständig geradeaus fährt. Achten Sie dabei gut auf die Position des Propellers (der Schiffsschraube). Wenn dieser im Entwurf gut hinter dem Kiel positioniert wurde, kann er auch durch eventuellen Schmutz, der sich in der Schraube festsetzen kann, möglichst wenig Schaden nehmen, da er sozusagen vom Kiel geschützt wird. Und natürlich ist die Schraube dadurch in Niedrigwasser geschützt.

Ansteigender Spiegel
Genügend Platz im Boot ist für eine Freizeityacht sehr wichtig. Sie wünschen sich natürlich eine geräumige Achterkajüte mit viel Wohn- und Stauraum. Rein von diesem Aspekt aus betrachtet, führt ein viereckiger Spiegel zu dem meisten Platz. Damit ist jedoch der Nachteil verbunden, dass die Fahreigenschaften erheblich beeinträchtigt werden. Es ist wichtig, dass die Unterseite des Boots in Richtung des Hecks ansteigt. Dadurch findet das Wasser seinen Weg zur Schraube und zum Ruderblatt und saugt sich das Boot nicht fest. Alle Pedro-Modelle zeichnen sich durch dieses Merkmal aus. Außerdem wirkt sich das sehr günstig auf den Kraftstoffverbrauch des Boots aus. Diesen Aspekt sollten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen.

Die Bugform
Auch die Bugform wirkt sich in entscheidender Weise auf das Fahrverhalten aus. Ein „voller“ Bug ergibt viel Platz. Das ist für ein Freizeitboot ein wichtiger Punkt, er verursacht jedoch auch einen höheren Widerstand im Wasser. Ein schneidender Bug führt zu weniger Widerstand und besserer Kursstabilität, aber er hebt sich dadurch weniger gut aus einem Wellental. Pedro hat sich bei der Levanto-Serie für einen sogenannten Tulpenbug entschieden. Damit hat der Bug unter dem Wasserspiegel eine schneidende Form. Oberhalb des Wasserspiegels hat ein Levanto-Modell eine sich ausfächernde Bugform, die zu einem Auftrieb führt, so dass sich das Schiff leichter aus einem Wellental hebt. Außerdem hat das den Vorteil, dass der Platz oberhalb des Wasserspiegels optimal genutzt werden kann. Diesen zierlichen Fächersteven sieht man noch bei klassischen Motoryachten und er passt auch gut zu dem Levanto-Entwurf. Zum Bau eines solchen komplizierten Bugs ist großes fachmännisches Können erforderlich.

    
    Tulpenbug   Beispiel ein 'voller' Bug

Quellen:

www.vaartips.nl

www.wikipedia.org

Pedro-Boat  

 

 

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